Kunst

Auf vielen wunderschönen Reisen, die ich unternehmen durfte, habe ich eine Reihe aussergewöhnlicher und faszinierender Landschaften gesehen. Ob es die Berge der Schweiz sind, direkt vor der Haustüre, der überflutete Wald am Rio Negro in Brasilien, der kleine Wald der Ombuebäume in Uruguay, die Klippen der Isle of White in England und viele andere. Bäume, Felsen und dazwischen auch Stadtlandschaften sind die Themen meiner Arbeiten.

Kunst und Nachhaltigkeit

Immer wieder bin ich auf der Suche nach dem richtigen Ausdruck, der den Inhalten der Bilder entspricht. Begonnen habe ich mit Acryl auf Canvas, der Einfachheit halber. Doch die Verbindung des flüssigen Kunststoffes mit dem wunderbaren Naturstoff aus Baumwolle, Leinen oder auch Hanf widerstrebte mir nach einiger Zeit. So machte ich mich auf die Suche nach Alternativen. Wichtig ist mir dabei, dass die Materialien einfach verfügbar und praktikabel sind. Farben selber herstellen kam deshalb für mich nicht in Frage. Denn nur dann können sie auch von anderen Künstlern benutzt werden. Wichtig ist mir auch, auf allen Werken die verwendeten Materialien zu vermerken. So kann Jemand auch in vielen Jahren noch nachvollziehen was enthalten ist und wie es bei Bedarf richtig entsorgt werden muss.

Für die Bilder auf Leinwand verwende ich deshalb im Moment Holzkeilrahmen (unbehandelt, Herkunft unklar), Leinwand aus Leinen, da Baumwolle soviel Wasser und Pestizide beim Anbau benötigt und Hanf nur aus China verfügbar ist. Als Grundierung wieder eine Dispersionsfarbe als Naturfarbe. Der Versuch mit einer reinen Mineralfarbe, die emmissionsfrei ist war ok. Aber das Ergebnis vergleichsweise grob. Als Farben wasserlösliche Ölfarben. Ich versuche die mit Schwermetallpigmenten zu vermeiden. Es gelingt mir auch meistens.

Die Collagen entstanden anfangs mehr aus Spielerei. Ich wollte meine vielen Fotos irgendwie verwenden. Dann nutzte ich sie als Skizzen um Kompositionen und Wirkungen ausprobieren. Oft sind sie ein Einstig in ein neues Thema. Dennoch sehe ich sie inzwischen auch als eigenständige Serien. Die Grundlage sind Holzkästchen. Leider konnte ich auch hier die Holzherkunft nicht erfahren, aber sie sind unbehandelt. Die Grundierung ist die gleiche wie auf den Leinwänden und auch die Ölfarben verwende ich hier. Die Fotos sind nun nicht mehr geklebt, wie am Anfang, sondern werden mit winzigen Nägeln auf dem Untergrund befestigt. So sind sie Holz und Kunststoff einfach wieder lösbar.

Meine neueste Leidenschaft ist der Holzschnitt. Begonnen habe ich klassisch mit Ölfarben und Presse. Eine wunderbare Art zu arbeiten, die mir viel Freude macht hat. Aber auch hier störte mich die Verwendung des Lösemittels bei den Farben. Deshalb bin ich auf die japanische Art des Druckens mit Wasserfarben und Handabrieb gekommen. Die verwendeten Aquarell und Guachefarben sind ungiftig. Das Reismehl für die Malpaste ist ökologisch ebenfalls kein Problem. Einziger Wermutstropfen ist, das Papier, das aus Japan kommen muss, da es besondere Eigenschaften benötigt (nass reissfest, gute Aufnahmefähigkeit bei Handabrieb etc.). Daneben experimenteire ich weiter gerne mit wasserlöslischen Ölfarben, die es auch zum Drucken gibt.

Vision

Ich träume von einer wirklich nachhaltigen Kunst, die andere Menschen inspiriert und zum Nachdenken anregt. Inhaltlich, aber auch durch Werke, die nur Materialien enthalten, die entweder gut trennbar und recycelbar oder kompostierbar sind, um Kreisläufe zu schliessen, natürlich ungiftig, emmissionsfrei und hergestellt unter ökologischen und guten sozialen Bedingungen.

Auf dem Weg dorthin wird es noch viele Stolpersteine geben. Aber ich gebe nicht auf.